Das grüne Gold aus den Gärten Sri Lankas

Sie hatten es von Indien aus über die seichte Palkstrasse und den Golf von Mannar nicht weit auf die Insel Ceylon: Wie in Indien waren es nämlich auch in Ceylon (ab 1972 Sri Lanka) die Engländer, die im 19. Jahrhundert Tee aus China auf die Insel „glückliches Lanka“ brachten. Kein Wunder also, wenn im südlichen Hochland (bis 2.524 m) Teegärten englische oder schottische Namen tragen wie Glenloch, Edinburgh oder Somerset. Die Singhalesen müssen den Briten heute noch dankbar sein, denn das grüne Gold aus den Gärten Sri Lankas gehört nicht nur zu den besten Tees der Welt; Sri Lanka ist auch (zusammen mit Kenia) drittgrößter Teeproduzent mit über 300.000 t pro Jahr. Fast zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche gehört den Teesträuchern (200.000 ha).