Kleine Weltreise in Sachen Tee
Er ist ein Natur- und Kulturprodukt: Der Tee, das Genussmittel, das sich jeder leisten kann. Der Teebaum kann wild wachsend über 20 m hoch werden, aber Teegärten bestehen aus Sträuchern, nicht viel höher als einen Meter. 40 bis 50 Jahre lang kann ein Teestrauch abgeerntet werden – und das rund um die Welt: von Japan westwärts über China, Indien, Indonesien, Sri Lanka, Afrika bis nach Südamerika. Am liebsten wächst Tee in sonnigen subtropischen Ländern in einer Höhe von bis zu 2.500 Metern. Im Gegensatz zu Kaffee oder Kakao erntet man keine Früchte, sondern Knospen oder junge Blättchen.
Kultivierung und Genuss des Tees ist uralt und kommt aus China, seinem Heimatland. Ein buddhistischer Heiliger soll im frommen Eifer gelobt haben, nicht mehr zu schlafen. Da er aber dann doch in Morpheus´ Arme entglitt, schnitt er sich seine Augenlider ab und warf sie auf die Erde. Aus ihnen erwuchs die „Schlaf verscheuchende“ Teestaude. Bei einer so alten Kulturpflanze ist es kein Wunder, dass sich in vielen Ländern nicht nur Legenden rund um den Tee gebildet haben, sondern dass sich auch eine Trinkkultur, eine Trinkphilosophie ausgebildet hat. Sie hat die Lebensweise vieler Menschen verändert und einen weit reichenden Einfluss auf Kultur und Kunst ausgeübt.
Wir machen darum eine kleine Weltreise in Sachen Tee und lernen dabei viel über die unterschiedlichen Teesorten wie schwarzen Tee, grünen Tee und Oolong-Tee. Unsere Reise beginnt im äußersten Osten, in Japan.